Fontshop-Guerilla-Aktion auf der Frankfurter Buchmesse

Mit diesem Artikel fing alles an… mit einer wunderbaren Guerilla-Aktion will Jürgen Siebert von Fontshop mehr auf die Schriften (von Fontshop) aufmerksam machen, was meiner Meinung nach ganz gut gelungen ist. Doch bei all den Büchern, Drucksachen und Vorschauen auf der Buchmesse? Wohl wird es den meisten kaum auffallen, aber »typografischen« Augen entgeht nichts. Die Fotos an diesem und diesem Tag habe ich während meines Besuches auf der Messe persönlich gesehen. Während unseres Treffens (Jürgen Siebert und ich) bekam ich von Jürgen Siebert persönlich das Originaldokument der Guerilla-Aktion überreicht… einen vielen Dank und einen Glückwunsch an das Gelingen der wunderbaren Aktion.

Bericht und Tipps von der Frankfurter Buchmesse.

Schon als Fachbesucher um 8.45 rein… gleich beim Verlag Hermann Schmidt vorbei und das Exemplar der Vorschau bestaunt: aus rotem Leinen mit Goldprägung der Schrift und edler Anmutung. Ein weiterer einmaliger toller Versuch des Verlags. Dann nun zum Pflichtbesuch für alle Typografen, Designer und noch andere, die etwas kreatives werden wollen: die Stiftung Buchkunst in Halle 4.1.

Nahezu hunderte von Büchern aus aller Herren und Frauen Länder werden geprüft und von Buchbegeisterten und unter designkompatiblen und typografischen Augen gelesen und analysiert. Nick hat heimlich einige »Exemplare« mit Erlaubnis der Buchkunst-Geschäftsführerin Uta Schneider fotografiert… die TDC-Show ist immer sehenswert – dank Karin und Bertram Schmidt-Friderichs wird dieses Juwel der Typografie immer auf der Messe zu sehen sein.

Prof. Albrecht Rissler von der FH Mainz (mein ehemaliger Zeichenprofessor) hat einen Vortrag über einen jungen Illustrator aus Berlin gehalten, dessen großen Zeichenkontraste im Bild mir sehr gefallen haben. Die Fachhochschulen aus Dortmund, Bielefeld, Halle (Burg Giebichenstein) und Münster waren dabei, die FH Mainz (Hallo??? Die Buchmesse! Kein Geld?) wieder diesmal nicht. Dann mehrere Treffen zwecks weiterem Kennenlernen.

Dann ein Treffen mit Herrn Siebert von Fontshop, der sehr konstruktiv und informativ war… Themen waren die Weblogs und deren Möglichkeiten, wie sie von Unternehmen, die Weblogs als Corporate Identity führen, genutzt werden (zum Beispiel eben Fontshop). Das Fontblog von Microsoft fiel auch im Gespräch, allerdings werden dort die Kommentare »kontrolliert«. Da versucht Microsoft wohl die Kommentare zu seinem Gunsten zu »drehen«. Mehr dazu bei Fontblog (die Kommentare sind gut!). Mit einem abschließenden Foto beim VHSM-Stand geht´s nun weiter zu Halle 3.0, wo der Hanser Verlag wegen seiner schönen Bücher und das Comiczentrum (Albert Uderzo war da! Aber der Andrang wegen der Unterschrift war mir zu viel) sind.

Nun die kleine Bildergalerie…

Nick wird zur nächsten Buchmesse 2006 mit dem Gastland Indien einen kleinen Messe-Ratgeber herausgeben.

Es gab nervigerweise einfach zu viele Leute, die nicht dem »Fachpublikum« entsprechen: Fuzzis, die einfach so mit vollgepackten Tüten rumlaufen. Junge Leute, die Massen und Berge von Broschüren und »Trophäen« in ihren Tüten »anhäufen«. Und das obwohl die Messeleitung die Publikumstage nur auf Samstag und Sonntag festgesetzt hat. Früher war das so, daß der Freitag abend (16 bis 20 Uhr) für das Publikum geöffnet war. Die Maßnahme, die Publikumstage nur aufs Wochenende zu legen, war richtig, zeigt aber nicht die Wirkung.

Als Fachbesucher sollen nur meiner Meinung nach solche folgende reingelassen werden: Leute, die einen Termin vorzuweisen haben und mit einer Bestätigung des Verlags oder der auszustellenden oder wichtigen Person reingelassen werden dürfen. Aussteller, Sortimenter, Buchhändler, Fachleute, Leute aus den Buchmarkt-revelanten Branchen und sonstige, die von der Messeleitung zugelassen sind, dürfen an den Fachbesuchertagen rein (also zum Beispiel Design-Studenten und auch Grafik-Designer). Basta. Am Wochenende sollen dann alle Schranken fallen.

 

10 Messe-Tipps von Nick Blume.

1.) Niemals zu viel rumschleppen. Nur eine kleine Flasche Wasser nehmen und sie immer wieder mit Leitungswasser auffüllen (ist zwar nicht so toll, zeigt aber wegen der hohen Lufttrockenheit Wirkung). Kein Essen mitschleppen, die Imbißstuben der Messe sind ganz gut, aber teuer (leider!).

2.) Gute Kleidung und gute Schuhe tragen. Kleidung: nicht zu viel Kleidung, es ist schon warm genug! Gute Schuhe, denn man ist auf der Messe verdammt, viel laufen zu müssen, außer man arbeitet für einen Verlag und man muss dauernd auf einem Stand sein.

3.) Alle Termine mindestens 3 Monate vor der Messe festlegen.

4.) Lästiges Gepäck am besten in den gut bewachten Garderoben aufbewahren lassen.

5.) Ab und zu mal aus den Hallen rausgehen und frische Luft holen. Das wirkt Wunder, vor allem bei der Energie, die man braucht.

6.) Wenn Sie Essen bei z. B. Zabert Sandmann oder G|U (Gräfe&Unzer) haben wollen, dann müssen Sie vor allem einen Anzug mit Hemd tragen, dann kriegen Sie bestimmt ein Essen.

7.) Immer bei der Stiftung Buchkunst vorbeischauen – es lohnt sich!

8.) Die »Auslandhallen« (in diesem Fall die Hallen 6-8) sind öfters einen Blick wert – diesmal war das »Korea-Forum« hochinteressant und zeigt einen Einblick in die Welt Koreas. So ein tolles Papier haben sie.

9.) Wenn man in Ruhe und mit Entspannung durch die Messe gehen will, macht dies am besten nur am Vormittag ab 9 Uhr – ab 11 Uhr wird´s immer richtig voll bis in den Abend hinein.

10.) Niemals am Wochenende zur Buchmesse gehen, es sei denn, Sie können nicht anders.

Dann also bis zur nächsten Buchmesse…

Die 57. Frankfurter Buchmesse ist eröffnet…

Wie schon gesagt ist die Frankfurter Buchmesse längst eröffnet… (mehr vom Buchmarkter Messe-Mayer) der Nick wird am Freitag dabei sein und einige Bilder und Termine erledigen.

Wer mich auf der Messe treffen will (oder soll), hier ein kleiner Überblick: am Vormittag werde ich hauptsächlich in Halle 4.1 sein, am Mittag in Halle 3.0/3.1, dann nochmal wieder in Halle 4.0/4.1. Hauptsächlich will ich zum Verlag Hermann Schmidt Mainz wegen der neuen Vorschau! Und dazu auch die Stiftung Buchkunst, die viele schöne Bücher in ihrer alljährlichen Ausstellung zeigt. Und es gibt noch und noch mehr Kleinodien, zum Beispiel auch das Forum, das hauptsächlich das Gastland »Korea« zeigt oder auch die TDC-Ausstellung, die am Freitag abend (mehr bei Slanted) eröffnet wird.

Dann bis demnächst, der Messe-Nick

Trüffeljäger zum ersten.


Mit dem Online-Magazin »Trüffeljäger«, an dem ersten Medienberichten zufolge auch W&V mitgearbeitet hat, erscheint ein neuer Stern am Onlinemagazin-Himmel.

Die Gestaltung und der erste Eindruck ist vielversprechend. Es sieht ganz ruhig, dezent und wunderbar aus. Und es lässt sich angenehm lesen.

Mit dem folgenden Werbespruch wollen sie mehr und mehr Abonnenten für sich gewinnen.

»Ich habe soeben den trueffeljaeger entdeckt – Deutschlands neues, ausschließlich im PDF-Format erscheinende Magazin für Werbung, Medien und Trends. trueffeljaeger erscheint jeden zweiten Montag und lässt sich kostenlos unter www.trueffeljaeger.de abonnieren. Ich bin sicher, dass der trueffeljaeger auch für Sie eine interessante Lektüre ist.«

Es gibt zwei unterschiedliche Tarife bei trüffeljäger.de.
AboLight: es erscheint eine PDF-Version, wohl bildschirmoptimiert und nicht ganz zum Drucken geeignet (man kann aber trotzdem drucken!).
AboPremium: für 89,– € pro Jahr incl. MwSt. kriegt man ein druckfähiges (wohl druckoptimiert und beste Druckergebnisse) PDF.

Mit interessanten Themen kann trüffeljäger punkten, obwohl es den Eindruck erweckt, daß die meisten Artikel schon in anderen Blogs oder Zeitschriften gelesen worden waren, trotzdem kann es mit einigen Lichtblicken mit den anderen Online-PDF-Magazinen aufnehmen.

Viel Glück und viel Spaß beim Trüffelnsuchen…

Tam-ta-daaa zum einjährigen.

Nun ist guillemets.de (vormals nickblume.de/blog/) ein Jahr alt.

Angefangen hat alles mit dem legendären Artikel über iBlog, der 93mal abgerufen wurde. Mit zahlreichen Artikeln über Design, Leben, Bloggen, Typografie habe ich ein bißchen Leben in die Blogszene eingeflößt.

Mit 11528 Aufrufen, 77565 Seitenaufrufen, durchschnittlich 55,65 Besucher pro Tag, durchschnittlich 374,55 Seitenaufrufen pro Tag, 1401 Referrern von Gerrit, 212 Referrern von Ivo, 210 Referrern von Alex, 32% Prozent Firefox-Usern, 25,57% Prozent Safari-Usern, 60,06% Prozent Windows-Usern und 31,51% Prozent Mac-Usern (**sigh**) kann sich meine Statistik sehen lassen.

Der meist abgerufene Artikel war der Farben-Check der Parteien, aus dem Portfolio das Fink-Project. Der meistkommentierte Artikel waren Non vive la France und Hardware-Aufrüstung bei guillemets.de – mit jeweils 8 Kommentaren. Das klingt ja nicht viel wie bei praegnanz.de. Trotzdem lebt mein Blog. In diesem Sinne ein weiteres fröhliches Bloggen und bis zum nächsten Artikel!

Frisches Anfang Oktober.

Mit einem frischen TXP-Update (4.01 – jawoll) schreibt Nick endlich mal wieder einen Blogartikel.

Was heißt »wieder«? Ist Nick auf einer Polarexpedition oder auf einer großen Wanderung in den Anden gewesen? Oder keine Lust mehr auf Bloggen?

Nix von allem.

Ganz einfach.

Irgendwo in Deutschland arbeitet Herr Blume nun bei einer Werbeagentur, wo er nun sein Geld verdient. Die Zeit für einen Blog zu nehmen ist mir nicht während des Arbeitens vergönnt, vorher aber während des Diploms. Nun ist das Diplom abgegeben und der Nick arbeitet. Jawoll, »arbeitet«. Mal sehen, wann ich ab und zu schreibe.

Endlich ist der »kleine Nick« (hier) mit 80 alt-frischen Geschichten herausgekommen… guillemets.de berichtete schon mal hier und hier.

Vieles hat sich ereignet in Deutschland: eine Große Koalition kündigt sich an und der »Bundesschröder« tritt wohl ab…

Viele Reaktionen kamen zur »Du bist Deutschland«-Kampagne und guillemets.de listet sie auf: Der Eintrag von Moryson, Werbewunderland regt sich auf, bei Flickr wird kräftig geflickrt, Johnny Häusler ist als einer der wenigen davon überzeugt und es gibt bei ihm einen Photoshop-Template zum Selberbasteln. Ihr könnt alle gerne beim “Du-bist-irgendwer”… (uh, das erinnert mich an “Du-weißt-schon-wer”).

Eine schöne Überleitung zu Harry Potter sechstem Streich: HP und der Halbblutprinz.

In Sachen Typografie hält Herr Siebert Typo-Deutschland auf dem laufenden… wunderbar, die Anthologie auf die Korrektur im »neuen« Fontbook irgendwo mitten im Taunusgebiet. Die von Christian Schwartz und Erik Spiekermann neu gestaltete und »gefundene« DB Type läßt Typoherzen aufgrund der Unverwechselbarkeit von z. B. der »3« und »8« höher schlagen. Für den Typo-Geek läßt Fontblog 1000 unterschiedliche Bezeichnungen von Schriftschnitten los. Auweia.

Mehr in Sachen Typo gibt´s bei House Industries zu berichten, die nun ein eigenes Blog gestartet haben. In Sachen Werbung läßt PAGE die Gewinner des »Rhino Rolling Advertising Award« auf die Öffentlichkeit los. Der Werbeblogger spekuliert über den Nachfolger des legendären »psychedelischen Honda-Dieseltrip« (mehr dazu auch hier) und das Ergebnis seht ihr hier.

Unter anderem hat Herr Blume brav an der Umfrage »Wie bloggst du?« (inspiriert durch Gerrit) teilgenommen… wer will, kann hier teilnehmen. Viel Spaß!

Am Rande: desweiteren wurde guillemets.de auf TXP 4.0.1 geupdated, die Gravatare rausgenommen, durch Favatare (danke, Gerrit!) ersetzt, die »Farbe der Woche« »erneuert« (neue Farbe!) und nun läuft alles wieder… Am 15. Oktober wird nickblume.de guillemets.de ein Jahr alt! Bis zum nächsten Artikel!