Non vive la France.

Au backe. Das ist ein Schritt gegen Europa. Ausgerechnet die europa-liebenden Franzosen haben am 29.05.2005 gegen die EU-Verfassung gestimmt (ich hoffe auch nicht die Niederlande). Damit ist die historisch einmalige Chance dahin, für Jahrzehnte ein starkes und festes Europa wirtschaftlich und (aussen-)politisch aufzubauen. Und damit steigen wieder die Chancen für Nationalismus und Konservativismus in Europa – und das ausgerechnet in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Es kann dann möglich sein, daß es Europa in 5 oder mehr Jahren nicht mehr gibt, weil es wegen solch einem Scheitern keinen Zusammenhalt mehr gibt.

Die NRW-Wahl und die EU-Verfassungswahl zeigen das eine: alle wählen nach der Stimmung im Lande. In NRW war die Tendenz zur CDU groß (wegen der Bundespolitik), in Frankreich zum »non« (wegen der Regierungselite, die ihre Nähe zum Volk verloren hat).

Das Wählen nach der Stimmung in Lande birgt die Gefahr in sich, daß die Leute nicht mehr richtig darüber nachdenken, worüber und warum sie abstimmen, und so richten sich die Leute nach der Stimmung im Lande. So entwickelt sich die »Stimmungsdemokratie«. Und das nervt mich einfach. Wie können die Leute alle so nach der Stimmung hinterherlaufen?

Alles wie immer im Fußball… [2005]

Nun hat Schalke 04 der FC Bayern München das Double geholt. [Allein Ailton war der größte Depp des Pokal-Abends – das muss ich sagen.]

Endlich geht eine spannende Saison zu Ende. Was mir positiv gefallen hat: Mainz 05 hat sich von der besten Seite gezeigt und sind auch verdient auf Platz 11 gekommen. Eine tolle Leistung von Herrn Klopp, was auch nicht zuletzt der Hommingberger Gepardenforelle und dem neuseeländischen Haka-Tanz (hier und hier) zu verdanken war. Weiter so, zeigt weiter so, daß der Spruch »Mainz, wie es singt und lacht« immer wirkt. Ich freue mich auf eine weitere spannende Saison.
Update: diesmal kann Mainz 05 sogar in den UEFA-Cup kommen – dank der Fairplay-Wertung der UEFA.

Langeweilig ist wie immer: Bayern München ist wie immer Meister. Gähn.

Aus dem Ausland gibt es einiges zu berichten: der FC Barcelona ist nun endlich wieder nach sieben Jahren Meister vor den hypersuperfaulgeldgeilen Madrilenen. Chelsea ist endlich nach über 50 Jahren wieder Meister geworden, dank dem 300-Millionen-Herrn Roman Abramowitsch. FC Liverpool darf trotz des Champions-League-Triumphes über den AC Mailand nicht in der nächsten Saison als Titelverteidiger antreten – komische Regeln von der wie immer sehr komischen und grottigen FIFA.

Die Nullnummer von slanted.

Gestern bekam ich ein Paketchen von magma, der sehenswerten Karlsruher Agentur, und von slanted die grandiose Nullnummer, ein leuchtendes Etwas mit fein geripptem Papier. Es lohnt sich reinzugucken und sich ein Bild von der tollen Arbeit von slanted und magma zu machen. Eine kleine Übersicht gibt´s bei slanted.



Weiter bekam ich überraschende Post von FontShop. Darin war ein »apfel+i« [Die rechte Maustaste], eine Art Werbung mit allerhand Standardfachwissen über Formate oder Punzen. Das besondere daran ist: man kann sich sein eigenes Cover »errubbeln«. Einen kleinen Bericht gibt´s bei Fontshop.

Das »noch jungfräuliche« Cover.

Das »errubbelte« Cover.

Russische Typografie.


Von Slanted kam ein Beitrag über eine russische Website, wo die Designer jeden Tag oder mehr einen typografischen »Artikel« oder »Bild« abliefern, das sehr lesens- (Achtung: russisch) und sehenswert ist.

Dazu fand ich weitere Links zu den Machern von DailyType, und zwar hier und hier. Beide Sites haben sehr gut ausgebaute Schriftarten und sind schön anzusehen.

Einen typografischen Comic kann man jeden Tag oder mehr auf dieser Seite angucken: Webctionary.

Ein musikalischer Sonntag.

»Schnapp!« fange ich das Stöckchen von Jann und laufe hechelnd weiter…

Die komplette Sammlung auf meinem Powerbook: 1641 Musikstücke, 7.04 GB (alle iTunes).

Gerne höre ich Jazz, vor allem in Richtung Uri Caine und den Künstlern von Blue Note… und auch Richtung Jazz-Pop (Bobby McFerrin) und Klassik.

Es läuft gerade: »Una Mas« von Kenny Dorham (mit Joe Henderson, Herbie Hancock, Butch Warren und Anthony Williams).

Dieses Stöckchen werfe ich weiter zu:
Matthias Schreiber hört noch was? Bluenote?
Simon Wehr hört gerne als »Jazzer«…
Die Textpattern-Botschafterin Alex Labudda hört…
Der Grundschul- und Zivikollege von Gerrit Gernot Poetsch hört gerne während der WWDC

Zur Einstimmung auf den Sonntag gibt´s ein kleines Schmankerl unten. Zum Download: braverhund.mov

TXP-Changelog und Plugins

Die Textpattern-Version ist die 1.0RC3, Rev.365.

Wenn ihr in eurem RSS-Feed eure Artikel direkt kommentieren lassen wollt, müsst ihr nur folgenden Eintrag in die /publish/atom.php und /publish/rss.php einfügen.

rss.php: line 65
atom.php: line 124

$Body .= doSpecial(tag(tag( 'Diesen Artikel kommentieren.', 'a', ' href="' . permlinkurl($a) . '#' . gTxt('comment') . '"'), 'p'));

Wenn ihr nicht die Anzahl der Kommentare im RSS-Feed anzeigen lassen wollt, dann müsst ihr im atom.php und rss.php folgende Zeile mit comment count show finden und von [1] auf [0] setzen.

In der deutschen Fassung von Textpattern habe ich einige Probleme mit der Bezeichnung Artikel bekommen. Dabei fand ich heraus, daß TXP viel besser läuft, wenn man in der txp_article.php (am Ende) statt Artikel article nimmt.

Gilt nur für den messy-/unordentlichen Modus:
In der publish.php die Zeile 55: von 'default' in '' ändern.

Folgende Plugins habe ich installiert:
ajw_comment_num, anc_rollover, dru_chatometer, glx_admin_image, glx_gravatar, kml_flashembed, mdn_section_archive, –rpg_trackback-, –rpg_trackbackurl-, rss_posted, rss_suparchive, rsx_page_number, rsx_last_page_num, rsx_page_number_nav, rsx_pag, upm_img_popper, zem_nav, zem_popup_cat, zem_rewrite.

Meine Grafik-Design-Typo-Bücherliste.

Die wichtigsten Bücher, die ein (angehender) Graphiker haben muss.

1. Detailtypografie – ein Muss (Friedrich Forssman und Ralf de Jong).

Der Titel sagt´s schon – das Buch über jedes Detail (fast jedes!) in der Mikro- und Makrotypografie hilft jeden verzweifelten Profi und jeden nichtahnenden Anfänger.

2. Lesetypografie (Hans Peter Willberg und Friedrich Forssman).

Das Buch über den Satz, Satzspiegel und die Anordnung beim Lesen. Für Buch-, Websiten- und Plakatgestalter sehr wichtig.

3. Kommunikationdesign – Akquisition & Kalkulation (Heike Hackenberg)

Wie kann ich eine Rechnung stellen? Wieviel soll der Kunde bezahlen? Wie gehe ich damit um? Dies und das beantwortet das wertvolle Buch von Frau Hackenberg – ein Muss für freie und angestellte Grafiker, die wertvolle Hintergrundwissen aus erster Hand bekommen.

Weniger wichtig, aber gut.

4. Wie kommen die Bücher auf die Erde? (Rainer Groothuis)

Rainer Groothuis bietet mit diesem Buch einen amüsanten und interessanten Einstieg in das hochkomplexe und vielfältige Medium des letzten Jahrtausends: das Buch selbst. Ein Lesebefehl!

5. Die Mörderfackel. (Armin Reims)

Es bietet einen interessanten Einstieg in die Texterszene und liefert mit Beispielen einen Einblick in die Arbeit der Texter in der Werbung.

6. Finest facts and figures (Jochen Rädeker und Kirsten Dietz).

Das »Das-muss-ich-haben«-Buch. Denn dieses Buch bietet eine gigantische Fülle an Geschäftsberichten und Inspirationen für Grafiker weltweit. Es sind zwar nur Geschäftsberichte, die Inspirationen lassen sich sehen.

7. Surprise me (Horst Moser)

Ein Buch über das Editorial Design – etwas aus der Mode gekommen und ein bißchen alt, bietet aber noch gute Inspirationen und Stoff.

8. Das Schriftmischmusterbuch (Wiebke Höljes)

Ein Buch, bei der man ausgewählte und oft benutzte Schriften gegeneinander vergleichen und ausspielen kann – sehr praktisch für Buchgestalter, wenn sie mit einem Buch mit zwei unterschiedlichen Schriften arbeiten müssen.

9. Erste Hilfe in Typografie (Hans Peter Willberg und Friedrich Forssman)

Das MUSS für angehende Typolaien. Beide Autoren gelten als Koryphäen der (Buch-)Typografie.

10. Wegweiser Schrift (Hans Peter Willberg)

Ebenso ein weiteres MUSS für Typolaien, aber es bietet einen Überblick über die unterschiedlichen Gruppierungen der Schriften.

11. Schriften erkennen (Daniel Sauthoff, Gilmar Wendt und Hans Peter Willberg)

Ein komprimierter und guter Überblick über das Erkennen und Unterscheiden von Schriftarten.

12. Das typografische Quartett

(kein Link auffindbar)

(Matthias Wimmer, Sybille Schmitz und Christoph Ehlers)

Mit diesem tollen Spiel lassen sich die Schriftarten spielerisch besser kennenlernen und unterscheiden.

13. Das Typoquiz (Susanne Lechner)

Spielerisch kann man sich die Fachbegriffe und die Geschichte der Typografie erläutern lassen.

14. Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit (Walter Benjamin)

Das absolute MUSS für jeden Grafiker. Obwohl dieses Buch bereits 1936 erschienen ist, ist dieses Buch bis heute top-aktuell. Für Grafiker ist es auch wichtig, weil dieses Buch zeigt, »was verändert sich, wenn ein Kunstwerk plötzlich technisch reproduzierbar wird? Was bedeutet es, wenn durch die technische Reproduktion die Frage nach dem ›echten‹ und ›einzigartigen‹ Original hinfällig wird, wie es beispielsweise bei der Fotografie oder dem Film der Fall ist. Was bedeutet die technische Reproduktion für die Kunstwerke, die im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit dennoch den Anspruch auf Originalität erheben?« [Auszug aus einem Kommentar bei amazon.de]

15. Wir trinken so viel wir können, den Rest verkaufen wir. (Rainer Baginski)

Ein weiteres Buch über die Werbung und die Werbefilme. Als Goodie liegt eine Werbefilme-CD-ROM anbei.

Nicht haben müssen.

16. Ideen visualisieren (Gregor Krisztian und Nesrin Schlempp-Ülker)

DAS Buch des Layouten mit COPIC-Stiften. Leider zeigt es zu sehr den eigenen Stil der Autoren, aber zum Angucken ist es wert.

17. Handbuch der Einbandgestaltung (Hans Peter Willberg)

Ein MUSS für Buchgestalter, die viel mit Einband arbeiten. Einige Entwürfe wirken verstaubt, es ist aber topaktuell und zeigt anhand von Beispielen, wie man sehr gute Entwürfe umsetzen kann.

18. Praxishandbuch Gestaltungsraster (Andreas und Regina Maxbauer)

Ein MUSS für Rasterfreaks, bietet einen spannenden Einblick in die Welt der Rastersysteme, ist aber sehr langatmig. Als besseres Buch empfehle ich das Buch »Der typografische Raster« von Hans H. Bosshard – ein Wunschbuch von mir!

19. Der Mausetod (Till Schaffarczyk, Ogilvy&Mather)

Mit lustigen Umsetzungen der wichtigsten Mausbefehle unter Mac OS und MS Windows bietet Till Schaffarczyk Computerlaien und Profis »Gedächtnisbrücken« an.

20. Das Buchobjekt (Robert Schäfer)

Ein Buch über das Verspieltheit im Buch mit professioneller Typografie.

21. Typolemik (Hans Peter Willberg)

Ein amüsantes und vielseitiges theoretisches Buch über die Typografie und ihre Wirkung – ein Buch, was ich gerne haben möchte.

Dennoch ist für die eigene Kreativität das wichtigste Buch eins: das eigene Skizzenbuch.

Textpattern-Download-Problem gelöst!

-Gelöst. Das Problem bestand darin, daß man beim Download von Textpattern-RC3-Seiten immer im Suffix einen Buchstaben weniger hat.-
Zum Beispiel: aus pdf wird pd oder aus mov mo. Und dann muss man immer extra manuell die Datei anklicken und dann korrigieren.

Man muss einfach einen Buchstaben mehr dazunehmen, dann wird der Download richtig aufgelöst. Das klingt aber blöd, funktioniert aber. Also statt pdf pdff oder mpeg mpegg.

Allerdings ist dies keine saubere Lösung.

Die Lösung ist auf dieser Seite zu finden.

line 121 of publish.php:

header('Content-Disposition: attachment; filename="' . basename($filename)) . '"';

So soll es sein.

header('Content-Disposition: attachment; filename="' . basename($filename) . '"');

Und dann funktioniert das Downloaden richtig.