Wirrwarr bei der Bahn.

Momentan hatte ich im ICE München-Berlin Ostbahnhof ein lustiges Erlebnis.

Oder kurz gefasst: was passiert bei den Personen, wenn der ICE z. B. im Stuttgarter Hauptbahnhof hält und damit auch die Fahrrichtung ändert. Kurz angemerkt: der Stuttgarter Hbf ist ein Kopfbahnhof.

Hinter Ulm stand ein Mann – mir genau schräg gegenüber sitzend – auf, um sich wohl ein Essen in der Bistro zu gönnen. Dort blieb er eine Weile, bis der ICE dann aus dem Stuttgarter Hauptbahnhof fuhr. Dann kam der Mann den Gang entlang, ich denke, er würde sich an seinen Platz hinsetzen. Nein – im Gegenteil: er sprach mich an. “Guten Abend. Darf ich hier meinen Platz wieder nehmen?” Da musste ich lachen, denn ich wies ihm seinen Platz zu, der ja – wie am Anfang erwähnt – genau schräg gegenüber mir ist. Er hat den Richtungswechsel nicht mitbekommen, und hat bei der umgekehrten Fahrtrichtung gedacht, daß ich seinen Platz genommen hätte. Sehr lustig, sowas kommt ja vor.

Ähnlich ist es auch bei den TV-Übertragungen bei den Fußballspielen: wenn Halbzeitpause ist, werden immer die Seiten gewechselt. Wenn sich die Spieler nach der Pause aufgestellt haben, werde ich immer total verwirrt, weil dann plötzlich andere Spieler auftreten. Die vorherigen Spieler sind ja auf der anderen Seite.

Schön zu wissen, daß das menschliche Orientierungssystem sich irren kann. Irren ist einfach menschlich.

Mutig.

So viel Mut gefällt mir wirklich. So wird in der Werbung richtig angepackt.

Es ist eine Werbung für die Krebshilfe Nordrhein-Westfalen. Normalerweise ist über der Brust eine Postkarte mit der “fehlenden Brust”.